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Warum Zeitung in der Schule? Ein Grußwort an die Akademieteilnehmer
Schulzeitungen sind fast so alt wie Schulen. Warum? Weil Schüler Wissen nicht nur empfangen wollen, sondern auch selber produzieren wollen. Weil sie neugierig sind. Weil sie selber Hand anlegen wollen. Weil sie neue Fähigkeiten entwickeln wollen: recherchieren, schreiben, redigieren, Bilder auswählen, griffige Überschriften komponieren. Weil sie einen Kontrapunkt setzen wollen, sei’s zum normalen Deutschunterricht, sei’s, um Misstände an der Schule auszugraben und anzuprangern. Damit machen sie im Kleinen genau das, was die Medien im Großen machen. Ohne Medien, keine Information, ohne Information keine Diskussion, ohne Diskussion keine Demokratie.
Eine Zeitung muss aber auch wissen, wie man die Leser einfängt, wie man ihre Aufmerksamkeit erweckt. Beim Zeitungsmachen lernt man, dass es nicht nur auf das Was, sondern auch auf das Wie ankommt. Der tiefste Gedanke, die wichtigste Information – sie sind nichts, wenn man sie nicht erzählen, aufbereiten und bebildern kann. Diese Herausforderung ist so groß, wie die richtige Story zu finden. Es reicht nicht, bloß gut zu sein, man muss es auch gut anrichten können.
Wie lernt man das in der Schule, wo es eigentlich um Mathe, Deutsch, Fremdsprachen und Naturwissenschaften geht? Am besten durch “Learning by Doing”. Aber als Hilfe von außen hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung dafür eine Plattform aufgebaut. SCHOLA-21 unterstützt bei Vernetzung und Austausch, sie legt Werkzeuge für die journalistische Arbeit bereit. Hier kann jede Schule von der Erfahrung anderer Schulen lernen. Und das Internet als Informationsquelle und Recherchewerkzeug nutzen. Als die Schulzeitung noch jung war, gab es kein Internet. Die Informationssammlung war langsam und mühsam. Heute holt der Computer die ganze Welt in den Redaktionsraum. Davon konnte meine Generation nicht einmal träumen.
Zeitungsmachen muss aber auch Spaß machen. Den nie vergessen, bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit.
Glückauf!

Josef Joffe
Schirmherr und Herausgeber der Zeit Chefredakteur “Das Objektiv” Friedrich-Ebert-Schule Berlin, 1961
Höhepunkte der 1. SCHOLA-21-Reporter-Akademie
Die Mädchen aus der Moses-Mendelsohn-Schule und der James-Krüss-Grundschule sprechen mit den Mittelfeldspielern Maximilian Nicu und Fabian Lustenberger. Das Training bei Hertha BSC war Thema für eine Sportreportage. Wie das geht, hatten die Akademie-Schüler bereits beim "Tagesspiegel" gelernt.

Gemeinsam mit dem erfahrenen Sportredakteur Robert Ide vom "Tagesspiegel" in Berlin lernen die Akademieteilnehmer wie eine gute Sportreportage entsteht. Das Live-Seminar in den Räumen der Tageszeitung war eine Abwechslung zur virtuellen Seminararbeit mit SCHOLA-21. Schüler aus sechs Schulen machen mit. öffnen

Das Erlernte kann sofort auf bereits bestehende Schülerzeitungsarbeit an der je eigenen Schule zurückwirken bzw. die Kenntnisse können sofort angewendet werden, um eine eigene Schülerzeitung herauszugeben. Ziel der Akademie ist es, den Blick für journalistische Qualität zu schärfen.
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